Trockene Haut resultiert primär aus einer verminderten Talg- und Lipidproduktion. Während ölige Haut zu viel Sebum produziert, mangelt es trockener Haut an den notwendigen „Gleitmitteln“. Die Ursachen hierfür sind vielfältig:
Genetik, Vitamine & Mikronährstoffe
Dein Hauttyp ist zum Teil erblich bedingt. Doch auch ein Mangel an spezifischen Vitaminen kann das Hautbild massiv verschlechtern. Vitamin D ist essenziell für die Keratinozyten-Differenzierung, während Vitamin C für die Kollagensynthese und als Antioxidans gegen freie Radikale fungiert. Die Vitamine A, B und E wirken als Zellschutzschilder. Ein Defizit an diesen Mikronährstoffen oder ein Eisenmangel reduziert die Sauerstoffversorgung der Zellen, was zu einem fahlen, trockenen Teint führt.
Krankheiten, Hormone & Stress
Hormonelle Umstellungen, wie sinkende Östrogenspiegel in den Wechseljahren oder Veränderungen während einer Schwangerschaft, beeinflussen die Talgproduktion unmittelbar. Auch Stoffwechselstörungen wie Diabetes oder Fehlfunktionen der Schilddrüse sowie chronische Hautzustände (Neurodermitis, Schuppenflechte) schwächen die Schutzfunktion. Psychischer Stress erhöht zudem den Cortisolspiegel, was die Barriere-Lipid-Produktion hemmt.
Äußere Einflüsse: Das Exposom
Unsere Haut interagiert permanent mit der Umwelt. Kalte Winterluft, trockene Heizungsluft, kalkhaltiges Wasser und aggressive Reinigungsmittel (Seifen ohne Rückfettung) stören den Säureschutzmantel nachhaltig. Besonders gefährlich ist UV-Strahlung, die Lipidperoxidation verursacht – also die chemische Zerstörung der schützenden Hautfette durch freie Radikale.